Montag, 21. September 2015
Der Koloss vom Cospudener See
Es formiert sich Widerstand gegen den geplanten 3-geschossigen Hotelneubau der Huimin Investment. Entgegen aller Presseveröffentlichungen der Stadt Markkleeberg und den öffentlichen Äußerungen des Oberbürgermeisteres wird nun ein 3-geschossiger Hotelneubau präferiert. Im Volksmund wird dieses geplante Vorhaben bereits als - Koloss vom Cossi - gehandelt.

Diese Projektentwicklung hat die Bürgerinitiative "Sanfter Tourismus Markkleeberg" aktiviert. Diese hat sich mit einem offenen Brief an den Oberbürgermeister gewandt. Das Antwortschreiben von OB Schütze wirft mehr Fragen auf als Antworten.

antwortschreiben_ob_markkleeberg (pdf, 207 KB)

Nach weiterer Recherche und Gesprächen unseres Teams mit interessierten Bürgern, Anwohnern und Besuchern ergeben sich interessante Fragestellungen.

1. Warum forciert die Stadt Markkleeberg eine gewerbliche Nutzung in einem Naherholungsgebiet und verzichtet auf Verkaufserlöse im Rahmen einer weiteren Projektentwicklung.

2. Reicht ein Einreisevisum der Berliner Botschaft für zwei chinesische Staatsbürger als Verifizierung von Bankbürgschaften in Millionenhöhe?

3. Ein Hotelneubau + Betreibung in der Dimension der Leipziger Hauptpost soll vom China-Restaurantbetreiber des "Mondgartens" in Markkleeberg gemanagt werden. Seitens der Stadt verzichtet man auf Referenzen und Fachkompetenz in der Branche. (s. Antwortschreiben des OB) Welcher Investor würde eine solche schwerwiegende Entscheidung dem Faktor -HOFFNUNG - überlassen?

4. Wie kann das örtliche Bauamt entscheiden was im Rahmen der Projektplanung zulässig ist oder nicht. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde in Grimma hat hier die Hoheitsgewalt oder doch nicht?

5. Warum wird öffentlich und schriftlich den Bürgern ein Projekt in einer zweigeschossigen Bauweise zugesagt und im Anschluß alle Aussagen negiert?

6. Ein wesentliches Kriterium bei der Planung und Umsetzung solcher Großprojekte ist sicherlich die notwendige Verkehrsinfrastruktur sowie Verkehrsleitplanung. In Markklebberg scheint dies keine Berücksichtigung zu finden. Wie kann eine Stadt mit Ihren Gremien dem Verkauf und der Umsetzung eines solchen Prokjektes ohne genehmigte Infrastruktur zustimmen?

Eine Meinung zur Stellungnahme des Oberbürgermeisters der Stadt Markkleeberg sollte sich jeder selbst bilden. Es bleibt abzuwarten wie die Bürgerinitiative weiter agiert. Wir sind gespannt!

Euer Touri

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